Winzerberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Als Erweiterung der Schlossanlage von [[Schloss Sanssouci|Sanssouci]] sollte ab 1763 unterhalb des [[Mühlenberges]] eine neue Terrasse entstehen: der [[Winzerberg]]. Zu dieser Zeit befand sich auf dem Mühlenberg eine Lehmbaugrube. Mit dem Bau wurde der Architekt [[Hildebrandt, Johan Lucas von|Johan Lucas von Hildebrandt]] beauftragt. Unterhalb der Stützmauern wurden massive Pfeiler gesetzt, zwischen denen sich ein Bogen spannte. Dieser Bogen wurde mit Erde unterfüllt, um den Druck vom Gemäuer zu nehmen. Diese Konstruktion ist aufwendig, aber materialsparend.
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Die Mauern waren ca. 300 Meter lang. Sie wurden ab 1764 mit verschiedenen Obstsorten bepflanzt. Diese wurden von einer Glasfassade geschützt.
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Bei ersten Sanierungsarbeiten 1790-1794 wurden Steinschwellen eingesetzt. 1849 wurde von [[Hesse, Ludwig Ferdinand| Hesse]] ein Winzerhaus errichtet. Für Friedrich Wilhelm IV. wurde der Winzerberg  1850-1851 nach Plänen von [[Stüler, Friedrich August|Stüler]] durch das Triumphtor aufgewertet.
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Der Landschaftsarchitekt [[Lenné, Peter Joseph|Lenné]] führte 1848 mehrere Veränderungen am Winzerberg durch.
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Vor dem unteren Terrassenabsatz wurden ein Sichtmauerwerk und ein Treppenaufgang errichtet. An der Treppe befindet sich ein großer Bacchus-Kopf. Bacchus ist der römische Gott der Fruchtbarkeit und des Weines. Es wurden Sklupturen-Nieschen gebaut, in denen sich Zinkabgüsse von antiken Statuen befanden.
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An den oberen Hangmauern wurden Brüstungen und eine Pergola - ein raumbildender Säulengang - errichtet. Die Glasfassade zum Schutz der Obstbäume wurde erneuert, und das Mauerwerk mit Ziegeln aufgefüllt, jedoch nicht verputzt.  Der Bacchus-Kopf der Treppe und die Säulenkapitelle der Pergola wurden nach einer speziellen Betonbautechnologie gefertigt, die heutzutage nicht mehr bekannt ist.
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1944 wurde auf Befehl des Bauministers Speer eine Luftschutzanlage gebaut, die jedoch nicht fertiggestellt werden konnte.
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Nach 1945 wurden die Stollen im Winzerberg mit Trümmern des Luisenplatzes und der Umgebung zugeschüttet.
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Danach überwucherte der Winzerberg stetig, was auch den Zerfall der Terrassenanlage zur Folge hatte. Um etwas Abhilfe zu schaffen wurde 1980 die Wasserleitung gekappt.
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1996 wurden die Stollen besichtigt und die Statik des Berges überprüft. Hohlstellen wurden aufgefüllt.
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Der Winzerberg gehört heute der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Da diese nicht genug Geld zur Restaurierung hat, kümmert sich seit 2004 ein Förderverein um dieses Anliegen. Es ist geplant den Winzerberg innerhalb von zehn Jahren zu restaurieren. Zu diesem Zweck mussten die Terrassen gerodet werden, brauchbare Reste vom Mauerwerk wurden gesichert.
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2005 wurden die östliche Umschließungsmauer und das Triumphtor restauriert.
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[[Category: Sanssouci]]
 
[[Category: Sanssouci]]

Version vom 19. Mai 2006, 15:11 Uhr

Als Erweiterung der Schlossanlage von Sanssouci sollte ab 1763 unterhalb des Mühlenberges eine neue Terrasse entstehen: der Winzerberg. Zu dieser Zeit befand sich auf dem Mühlenberg eine Lehmbaugrube. Mit dem Bau wurde der Architekt Johan Lucas von Hildebrandt beauftragt. Unterhalb der Stützmauern wurden massive Pfeiler gesetzt, zwischen denen sich ein Bogen spannte. Dieser Bogen wurde mit Erde unterfüllt, um den Druck vom Gemäuer zu nehmen. Diese Konstruktion ist aufwendig, aber materialsparend.

Die Mauern waren ca. 300 Meter lang. Sie wurden ab 1764 mit verschiedenen Obstsorten bepflanzt. Diese wurden von einer Glasfassade geschützt.

Bei ersten Sanierungsarbeiten 1790-1794 wurden Steinschwellen eingesetzt. 1849 wurde von Hesse ein Winzerhaus errichtet. Für Friedrich Wilhelm IV. wurde der Winzerberg 1850-1851 nach Plänen von Stüler durch das Triumphtor aufgewertet.

Der Landschaftsarchitekt Lenné führte 1848 mehrere Veränderungen am Winzerberg durch.

Vor dem unteren Terrassenabsatz wurden ein Sichtmauerwerk und ein Treppenaufgang errichtet. An der Treppe befindet sich ein großer Bacchus-Kopf. Bacchus ist der römische Gott der Fruchtbarkeit und des Weines. Es wurden Sklupturen-Nieschen gebaut, in denen sich Zinkabgüsse von antiken Statuen befanden.

An den oberen Hangmauern wurden Brüstungen und eine Pergola - ein raumbildender Säulengang - errichtet. Die Glasfassade zum Schutz der Obstbäume wurde erneuert, und das Mauerwerk mit Ziegeln aufgefüllt, jedoch nicht verputzt. Der Bacchus-Kopf der Treppe und die Säulenkapitelle der Pergola wurden nach einer speziellen Betonbautechnologie gefertigt, die heutzutage nicht mehr bekannt ist.

1944 wurde auf Befehl des Bauministers Speer eine Luftschutzanlage gebaut, die jedoch nicht fertiggestellt werden konnte.

Nach 1945 wurden die Stollen im Winzerberg mit Trümmern des Luisenplatzes und der Umgebung zugeschüttet.

Danach überwucherte der Winzerberg stetig, was auch den Zerfall der Terrassenanlage zur Folge hatte. Um etwas Abhilfe zu schaffen wurde 1980 die Wasserleitung gekappt.

1996 wurden die Stollen besichtigt und die Statik des Berges überprüft. Hohlstellen wurden aufgefüllt.


Der Winzerberg gehört heute der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Da diese nicht genug Geld zur Restaurierung hat, kümmert sich seit 2004 ein Förderverein um dieses Anliegen. Es ist geplant den Winzerberg innerhalb von zehn Jahren zu restaurieren. Zu diesem Zweck mussten die Terrassen gerodet werden, brauchbare Reste vom Mauerwerk wurden gesichert.

2005 wurden die östliche Umschließungsmauer und das Triumphtor restauriert.