Villa Stern: Unterschied zwischen den Versionen

Aus PotsdamWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
K (Doppelung entfernt)
(Überarbeitet)
Zeile 11: Zeile 11:
 
Sie starb dort 1944.
 
Sie starb dort 1944.
  
Im Rahmen der [[Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens]] vom 03.12.1938 waren Juden gezwungen ihren Grundbesitz zu veräußern.
+
Im Rahmen der ''Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens'' vom 03.12.1938 waren Juden gezwungen ihren Grundbesitz zu veräußern.
Verkauft wurde die Villa Stern wurde am 02.11.1940 zu einem Kaufpreis von 100.000RM. In der späteren [[Restitution]] konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob der Kaufpreis der Witwe Margarete Stern je zu Gute kam.  
+
Verkauft wurde die Villa Stern wurde am 02.11.1940 zu einem Kaufpreis von 100.000 Reichsmark. In der späteren Rückerstattungverfahren konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob der Kaufpreis der Witwe Margarete Stern je zu Gute kam.  
  
1953 enteignete die [[Deutsche Demokratische Republik]] die Villa Stern. 1962 wurde im Rahmen des Mauerbaus der Uferstreifen des Grundstücks abgetrennt.  
+
1953 enteignete die Deutsche Demokratische Republik die Villa Stern. 1962 wurde im Rahmen der Sicherung der Grenze zwischen Potsdam und Berlin (West) der Uferstreifen des Grundstücks - siehe auch [[Uferweg am Griebnitzsee]] - abgetrennt.  
  
Nach der Wende wurde die Villa Stern unter Beteiligung der [[Jewish Claims Conference]] restituiert.
+
Nach der Wende wurde die Villa Stern unter Beteiligung der ''Jewish Claims Conference'' den Erben übereignet.
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==

Version vom 11. Oktober 2020, 07:34 Uhr

Die Villa, im Herbst 2008

Die Villa Stern in der Karl-Marx-Straße 3 steht im Potsdamer Stadtteil Babelsberg, in der Villenkolonie Neubabelsberg. Sie ist die einzige erhaltene Villa aus den Gründerjahren der Kolonie.

Geschichte

Das Gebäude wurde im Jahr 1874 von den Architekten Ende & Böckmann gebaut. Nach mehreren Umbauten im Laufe der Zeit erhielt die Villa im Jahre 1920 durch den Berliner Architekten seine jetzige Gestalt. Der damalige Eigentümer, der Kaufmann Siegbert Stein übertrug dem Architekten Max Landsberg den Umbau. Besondere Erwähnung bei dieser Villa sollten die Erker mit den korinthischen Säulen und das Palmenfries finden.

Die Villa Stern war seit 1918 in Besitz des Siegbert Sterns. Siegbert Stern starb 1936. Seine Witwe Margarete Stern floh wegen ihres jüdischen Glaubens vor den Nazis in das benachbarte Holland. Sie starb dort 1944.

Im Rahmen der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens vom 03.12.1938 waren Juden gezwungen ihren Grundbesitz zu veräußern. Verkauft wurde die Villa Stern wurde am 02.11.1940 zu einem Kaufpreis von 100.000 Reichsmark. In der späteren Rückerstattungverfahren konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob der Kaufpreis der Witwe Margarete Stern je zu Gute kam.

1953 enteignete die Deutsche Demokratische Republik die Villa Stern. 1962 wurde im Rahmen der Sicherung der Grenze zwischen Potsdam und Berlin (West) der Uferstreifen des Grundstücks - siehe auch Uferweg am Griebnitzsee - abgetrennt.

Nach der Wende wurde die Villa Stern unter Beteiligung der Jewish Claims Conference den Erben übereignet.

Quellen

  • „Neuendorf-Nowawes-Babelsberg – Stationen eines Stadtteils“ – Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 2000; ISBN 3-89570-653-1
  • „Stadtspaziergang Villenkolonie Neubabelsberg“ - Potsdam Intensiv Film, 1. Auflage, 2011

Weblinks