Staudenhof

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Blick auf den Staudenhof – vom Platz der Einheit aus, Anfang 2009

Der Staudenhof ist eine erhöhte, hofähnliche, Grünzone für Fußgänger. Er befindet sich in der Potsdamer Innenstadt, zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Straße Am Alten Markt sowie zwischen der Straße Am Kanal – nahe dem Platz der Einheit – und dem Alten Markt, quasi im Schatten der Nikolaikirche. Im Hof befinden sich unter anderem das „Internetcafé Staudenhof“, das „Studentenwerk Potsdam“ und die Fachhochschule.

Geschichte

Staudenhof Blickachse Alter Mark auf den Kirchturm der Sankt-Peter-und-Paul-Kirche, im Frühjahr 2010

Der Staudenhof wurde in den Jahren 1977 und 1978 nach Entwürfen von W. Berg, H. Görl (Städtebau), H. Berndt (Freiflächen), Chr. Roehl (Wandbrunnen) und Jürgen von Woyski (Keramikarbeiten) angelegt. Vor der Existens des Staudenhofes verlief hier die Kaiserstraße, welche in der Nacht von Potsdam stark zerstört wurde.

Der Staudenhof ist die gärtnerisch und künstlerisch aufwendig gestaltete verkehrsberuhigte rad- und fussläufige Verbindung zwischen Alter Markt und Platz der Einheit. Als öffentliche Grünanlage ist der Staudenhof repräsentatives Glied einer städtebaulichen Grünzone, die vom Havelufer mit der Freundschaftsinsel bis zum Bassinplatz reicht.

Er ist zentrales Bindeglied des städtebaulichen Gesamtkonzeptes. Er fasst den Blick mit der integrierten Ersatzbau für die Nikolaikirche nach Süden auf das freigestellte Havelufer, nach Norden stellt er, mit dem zurückgesetzten Wohnhaus am Alten Markt 10/12 (Baujahr 19971/72, Architekten H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; 7. gesch. Montagebau, mit vorgezogenen monolithischem Sockel mit Bezirks-Depot-Apotheke und Sparkesse) die Blickbeziehung vom Alten Markt zum Kirchturm der katholischen Kirche St. Peter und Paul frei. Das Wohnhaus am Alten Markt als östlich Begrenzung orientiert sich einerseits an der Nikoleikirche (entsp. der Vorgaben zur Neugestaltung des historischen Stadtzentrums unter Einbeziehung wertvoller historischer Altbausubstanz, 1952), andererseits den Baufluchten der Bebauung am Platz der Einheit und den Baufluchten der Wohnbebauung Zentrum-Süd (die sich ihrerseits an der Ausrichtung und an der planmäßigen, gitterförmigen barocken Stadterweiterung mit Hölländischem Viertel auf Befehl des Soldatenkönigs Friedlich Wilhelm I. orientiert. Westlich wird der Staudenhof mit der Bebauung der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam (ehemalige Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek, Heinrich-Rau-Allee 47; 1970/74 nach Entwürfen von S. Weber, H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; Eingangshalle mit Wandbild von K. H. Kühn „Weg des Spartakus“, 4 Obergeschosse mit Freihand-Lesesälen, Kinder- und Musikbibliothek, Magazine, zur Zeit leergezogen, geplanter Umbau nach Entwürfen von R. Becker) und der Fachhochschule Potsdam, Fachbereiche Sozialwesen (ehemalige Institut für Lehrerbildung „Rosa Luxemburg“; nach Entwürfen von S. Weber, W. Merz, D. Lietz, H. Gödicke; dreigeschossiger langgestreckter Montagebau mit 3 Innenhöfen, in den Obergeschossen verschiedenartige Unterrichtsräume, Hörsäle (120 u. 240 Plätze), Gymnastikhalle und Mensa; Erdgeschoss mit ehemaligen repräsentativen Verkaufsstellen und Dienstleistungseinrichtungen; Eingangshalle mit Wandbild von W. Wegener; zur Zeit Übergangsquartier der Stadt- und Landesbibliotek Potsdam, Abriss geplant).

Quellen


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