Staudenhof: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Staudenhof''' ist eine erhöhte, hofähnliche, Grünzone für Fußgänger. Er befindet sich in der Potsdamer [[Innenstadt]], zwischen der [[Friedrich-Ebert-Straße]] und der Straße [[Am Alten Markt]] sowie zwischen der Straße [[Am Kanal]] – nahe dem [[Platz der Einheit]] – und dem [[Alter Markt|Alten Markt]], quasi im Schatten der [[Nikolaikirche]]. Im Hof befinden sich unter anderem das „Internetcafé Staudenhof“, das „Studentenwerk Potsdam“ und die [[Fachhochschule Potsdam|Fachhochschule]].
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Der '''Staudenhof''' war eine erhöhte, hofähnliche, Grünzone für Fußgänger. Er befand sich in der Potsdamer [[Innenstadt]], zwischen der [[Friedrich-Ebert-Straße]] und der Straße [[Am Alten Markt]] sowie zwischen der Straße [[Am Kanal]] – nahe dem [[Platz der Einheit]] – und dem [[Alter Markt|Alten Markt]], quasi im Schatten der [[Nikolaikirche]]. Im Hof befinden sich unter anderem das „Internetcafé Staudenhof“ und das „Studentenwerk Potsdam“. Der Staudenhof begrenzte auch abgerissene Gebäude der [[Fachhochschule Potsdam]].
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Im Jahr 2019 wurde diese Erholungszone zerstört, um die ehemalige [[Kaiserstraße (Innenstadt)|Kaiserstraße]] wieder aufzubauen.
  
 
== Geschichte ==
 
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[[Bild:Staudenhof_Blickachse_Alter Mark-Kirchturm_Sankt_Peter_und_Paul_Bassinplatz.jpg|miniatur|Blick vom Alten Markt in Richtung Staudenhof, im Frühjahr 2010]]
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[[Bild:Staudenhof_Blickachse_Alter Mark-Kirchturm_Sankt_Peter_und_Paul_Bassinplatz.jpg|miniatur|Das Wohnhaus mit dem Internetkaffee Staudenhof, im Frühjahr 2010]]
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Der Staudenhof wurde in den Jahren 1977 und 1978 nach Entwürfen von W. Berg, H. Görl (Städtebau), H. Berndt (Freiflächen), Chr. Roehl (Wandbrunnen) und Jürgen von Woyski (Keramikarbeiten) angelegt. Vor der Existenz des Staudenhofes verlief hier die [[Kaiserstraße (Innenstadt)|Kaiserstraße]], welche in der [[Nacht von Potsdam]] stark zerstört wurde.
  
Der Staudenhof wurde in den Jahren 1977 und 1978 nach Entwürfen von W. Berg, H. Görl (Städtebau), H. Berndt (Freiflächen), Chr. Roehl (Wandbrunnen) und Jürgen von Woyski (Keramikarbeiten) angelegt. Vor der Existens des Staudenhofes verlief hier die [[Kaiserstraße (Innenstadt)|Kaiserstraße]], welche in der [[Nacht von Potsdam]] stark zerstört wurde.
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Im Herbst 2009 wurde von der [[Stadtverwaltung Potsdam|Stadtverwaltung]] entschieden, daß das winkelförmige Wohn- und Gewerbegebäude (in der Straße [[Am Alten Markt]] und Ecke [[Am Kanal]]), mit dem gleichnamigen Internetkaffee sowie der Zentral-Apotheke und der Sparkasse, abgerissen werden soll, welches den eigentlichen Hof ausmachte. Zudem soll auch der größte Teil des gegenüberliegenden Gebäudes abgerissen werden, in dem sich das Studentenwerk und die [[Fachhochschule Potsdam|Fachhochschule]] befindet. Die abzureißenden Gebäude sollen anschließend – nach einem vorliegenden Bebauungsplan (siehe [[#Quellen|Quellen]]) – durch Neubauten ersetzt werden.
  
 
== Achitektur ==
 
== Achitektur ==
  
Der Staudenhof ist die gärtnerisch und künstlerisch aufwendig gestaltete verkehrsberuhigte rad- und fußläufige Verbindung zwischen dem [[Alter Markt|Alten Markt]] und dem [[Platz der Einheit]]. Als öffentliche Grünanlage ist er repräsentatives Glied einer städtebaulichen Grünzone, die vom [[Havel]]ufer mit der [[Freundschaftsinsel]] bis zum [[Bassinplatz]] reicht.
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Der Staudenhof war die gärtnerisch und künstlerisch aufwendig gestaltete verkehrsberuhigte rad- und fußläufige Verbindung zwischen dem [[Alter Markt|Alten Markt]] und dem [[Platz der Einheit]]. Als öffentliche Grünanlage war er repräsentatives Glied einer städtebaulichen Grünzone, die vom [[Havel]]<nowiki/>ufer mit der [[Freundschaftsinsel]] bis zum [[Bassinplatz]] reicht.
  
Der Staudenhof ist ein zentrales Bindeglied des städtebaulichen Gesamtkonzeptes. Er fasst den Blick mit dem integrierten Ersatzbau für die [[Sankt-Nikolai-Kirche|Nikolaikirche]] nach Süden auf das freigestellte Havelufer. Nach Norden stellt er, mit dem zurückgesetzten Wohnhaus am Alten Markt Nummer&nbsp;10/12 (Baujahr 19971/72; Architekten: H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; 7-geschossiger Montagebau, mit vorgezogenen monolithischem Sockel, sowie Bezirks-Depot-Apotheke und Sparkasse) die Blickbeziehung vom Alten Markt zum Turm der [[Sankt-Peter-und-Paul-Kirche]] frei. Das Wohnhaus am Alten Markt als östlich Begrenzung orientiert sich einerseits an der Nikolaikirche (entspenchend den Vorgaben zur Neugestaltung des historischen Stadtzentrums unter Einbeziehung wertvoller historischer Altbausubstanz, 1952), andererseits an den Baufluchten der Bebauung am Platz der Einheit und an den Baufluchten der Wohnbebauung Zentrum-Süd (die sich ihrerseits an der Ausrichtung und an der planmäßigen, gitterförmigen barocken [[Stadterweiterung]] mit dem [[Holländisches Viertel|Hölländischen Viertel]] auf Befehl des Soldatenkönigs [[Friedrich Wilhelm I. von Preußen|Friedlich Wilhelm I.]] orientiert. Westlich wird der Hof durch die [[Stadt- und Landesbibliothek]], das Studentenwerk, im Erdgeschoß befindliche ehemalige Verkaufsstellen und Dienstleistungseinrichtungen sowie durch die [[Fachhochschule Potsdam|Fachhochschule]] eingefasst.
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Der Staudenhof war ein zentrales Bindeglied des städtebaulichen Gesamtkonzeptes. Er fasst den Blick mit dem integrierten Ersatzbau für die [[Sankt-Nikolai-Kirche|Nikolaikirche]] nach Süden auf das freigestellte Havelufer. Nach Norden stellt er, mit dem zurückgesetzten Wohnhaus am Alten Markt Nummer&nbsp;10/12 (Baujahr 1971/72; Architekten: H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; 7-geschossiger Montagebau, mit vorgezogenen monolithischem Sockel, sowie Bezirks-Depot-Apotheke und Sparkasse) die Blickbeziehung vom Alten Markt zum Turm der [[Sankt-Peter-und-Paul-Kirche]] frei. Das Wohnhaus am Alten Markt als östlich Begrenzung orientiert sich einerseits an der Nikolaikirche (entspenchend den Vorgaben zur Neugestaltung des historischen Stadtzentrums unter Einbeziehung wertvoller historischer Altbausubstanz, 1952), andererseits an den Baufluchten der Bebauung am Platz der Einheit und an den Baufluchten der Wohnbebauung Zentrum-Süd (die sich ihrerseits an der Ausrichtung und an der planmäßigen, gitterförmigen barocken [[Stadterweiterung]] mit dem [[Holländisches Viertel|Hölländischen Viertel]] auf Befehl des Soldatenkönigs [[Friedrich Wilhelm I. von Preußen|Friedlich Wilhelm I.]] orientiert. Westlich wird der Hof durch den Gebäudeblock – mit der [[Stadt- und Landesbibliothek]] (am Platz der Einheit), dem Studentenwerk (sowie im Erdgeschoß befindliche ehemalige Verkaufsstellen und Dienstleistungseinrichtungen) und die [[Fachhochschule Potsdam|Fachhochschule]] (Gesamtkomplex wurde 2019 abgerissen) – eingefasst.
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
  
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* Architekturführer DDR, Bezirk Potsdam – Herausgeber: VEB Verlag für Bauwesen; Veröffentlicht 1981 in Berlin; Gesamtherstellung: Druckerei [[Märkische Volksstimme]], Potsdam; Bestellnr.: 561 947 2
 
* [http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10000443/34754/ Staudenhof] – Artikel bei ''Potsdam.de''; Stand: 14.&nbsp;Oktober 2009
 
* [http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10000443/34754/ Staudenhof] – Artikel bei ''Potsdam.de''; Stand: 14.&nbsp;Oktober 2009
* Architekturführer DDR, Bezirk Potsdam – Herausgeber: VEB Verlag für Bauwesen; Veröffentlicht 1981 in Berlin; Gesamtherstellung: Druckerei [[Märkische Volksstimme]], Potsdam; Bestellnr.: 561 947 2
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* [http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10062980/520300/ Stadtforum Potsdam: 37. Sitzung ..] – öffentlicher Diskurs im ''[[Treffpunkt Freizeit]]'', am 15.&nbsp;April 2010; siehe auch [http://www.potsdam.de/cms/dokumente/10062980_520300/80693939/SFP_37_Leitgedanken.pdf Leitgedanken der Kerngruppe] (PDF, &asymp;&nbsp;33&nbsp;KB); <small>Quelle zum Abriss und Bebauungsplan</small>
* [http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10062980/520300/ Stadtforum Potsdam: 37. Sitzung ..] – öffentlicher Diskurs im Großen Saal vom ''[[Treffpunkt Freizeit]]'', am 15.&nbsp;April 2010; siehe auch [http://www.potsdam.de/cms/dokumente/10062980_520300/80693939/SFP_37_Leitgedanken.pdf Leitgedanken der Kerngruppe] (PDF, &asymp;&nbsp;30&nbsp;KiB)
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* [http://metropolar.wordpress.com/2010/04/19/was-fehlt-dem-staudenhof/ Was fehlt dem Staudenhof?] – Artikel beim ''Metropolar-Blog'', vom 19.&nbsp;April 2010; <small>Quelle zum Abriss und Bebauungsplan</small>
* [http://metropolar.wordpress.com/2010/04/19/was-fehlt-dem-staudenhof/ Was fehlt dem Staudenhof?] – Artikel beim ''Metropolar-Blog'', vom 19.&nbsp;April 2010
 
 
* [http://www.friedrich-potsdam.de/index.php/artikel-im-heft/124-ostmoderne-rmetropolarl-schaut-auf-diese-stadt Ostmoderne „Metropolar“ schaut auf diese Stadt] – Artikel im Stadtmagazin ''friedrich'', vom 1.&nbsp;Juni 2010; siehe auch Heft&nbsp;124
 
* [http://www.friedrich-potsdam.de/index.php/artikel-im-heft/124-ostmoderne-rmetropolarl-schaut-auf-diese-stadt Ostmoderne „Metropolar“ schaut auf diese Stadt] – Artikel im Stadtmagazin ''friedrich'', vom 1.&nbsp;Juni 2010; siehe auch Heft&nbsp;124
 
* [http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11823878/60709/Metropolar-will-den-Staudenhof-dokumentieren-und-analysieren-Zeitzeugen.html „Metropolar" will den Staudenhof dokumentieren und analysieren ..] – Artikel bei der ''[[Märkische Allgemeine Zeitung|MAZ]]'', vom 16.&nbsp;Juni 2010
 
* [http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11823878/60709/Metropolar-will-den-Staudenhof-dokumentieren-und-analysieren-Zeitzeugen.html „Metropolar" will den Staudenhof dokumentieren und analysieren ..] – Artikel bei der ''[[Märkische Allgemeine Zeitung|MAZ]]'', vom 16.&nbsp;Juni 2010

Aktuelle Version vom 20. Oktober 2019, 10:12 Uhr

Blick vom Platz der Einheit in Richtung Staudenhof, Anfang 2009

Der Staudenhof war eine erhöhte, hofähnliche, Grünzone für Fußgänger. Er befand sich in der Potsdamer Innenstadt, zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Straße Am Alten Markt sowie zwischen der Straße Am Kanal – nahe dem Platz der Einheit – und dem Alten Markt, quasi im Schatten der Nikolaikirche. Im Hof befinden sich unter anderem das „Internetcafé Staudenhof“ und das „Studentenwerk Potsdam“. Der Staudenhof begrenzte auch abgerissene Gebäude der Fachhochschule Potsdam.

Im Jahr 2019 wurde diese Erholungszone zerstört, um die ehemalige Kaiserstraße wieder aufzubauen.

Geschichte

Das Wohnhaus mit dem Internetkaffee Staudenhof, im Frühjahr 2010

Der Staudenhof wurde in den Jahren 1977 und 1978 nach Entwürfen von W. Berg, H. Görl (Städtebau), H. Berndt (Freiflächen), Chr. Roehl (Wandbrunnen) und Jürgen von Woyski (Keramikarbeiten) angelegt. Vor der Existenz des Staudenhofes verlief hier die Kaiserstraße, welche in der Nacht von Potsdam stark zerstört wurde.

Im Herbst 2009 wurde von der Stadtverwaltung entschieden, daß das winkelförmige Wohn- und Gewerbegebäude (in der Straße Am Alten Markt und Ecke Am Kanal), mit dem gleichnamigen Internetkaffee sowie der Zentral-Apotheke und der Sparkasse, abgerissen werden soll, welches den eigentlichen Hof ausmachte. Zudem soll auch der größte Teil des gegenüberliegenden Gebäudes abgerissen werden, in dem sich das Studentenwerk und die Fachhochschule befindet. Die abzureißenden Gebäude sollen anschließend – nach einem vorliegenden Bebauungsplan (siehe Quellen) – durch Neubauten ersetzt werden.

Achitektur

Der Staudenhof war die gärtnerisch und künstlerisch aufwendig gestaltete verkehrsberuhigte rad- und fußläufige Verbindung zwischen dem Alten Markt und dem Platz der Einheit. Als öffentliche Grünanlage war er repräsentatives Glied einer städtebaulichen Grünzone, die vom Havelufer mit der Freundschaftsinsel bis zum Bassinplatz reicht.

Der Staudenhof war ein zentrales Bindeglied des städtebaulichen Gesamtkonzeptes. Er fasst den Blick mit dem integrierten Ersatzbau für die Nikolaikirche nach Süden auf das freigestellte Havelufer. Nach Norden stellt er, mit dem zurückgesetzten Wohnhaus am Alten Markt Nummer 10/12 (Baujahr 1971/72; Architekten: H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; 7-geschossiger Montagebau, mit vorgezogenen monolithischem Sockel, sowie Bezirks-Depot-Apotheke und Sparkasse) die Blickbeziehung vom Alten Markt zum Turm der Sankt-Peter-und-Paul-Kirche frei. Das Wohnhaus am Alten Markt als östlich Begrenzung orientiert sich einerseits an der Nikolaikirche (entspenchend den Vorgaben zur Neugestaltung des historischen Stadtzentrums unter Einbeziehung wertvoller historischer Altbausubstanz, 1952), andererseits an den Baufluchten der Bebauung am Platz der Einheit und an den Baufluchten der Wohnbebauung Zentrum-Süd (die sich ihrerseits an der Ausrichtung und an der planmäßigen, gitterförmigen barocken Stadterweiterung mit dem Hölländischen Viertel auf Befehl des Soldatenkönigs Friedlich Wilhelm I. orientiert. Westlich wird der Hof durch den Gebäudeblock – mit der Stadt- und Landesbibliothek (am Platz der Einheit), dem Studentenwerk (sowie im Erdgeschoß befindliche ehemalige Verkaufsstellen und Dienstleistungseinrichtungen) und die Fachhochschule (Gesamtkomplex wurde 2019 abgerissen) – eingefasst.

Quellen