Staudenhof: Unterschied zwischen den Versionen

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Vor der Existens des Staudenhofes verlief hier die [[Kaiserstraße (Innenstadt)|Kaiserstraße]], welche in der [[Nacht von Potsdam]] zerstört wurde. Erst in den 1970er Jahren wurde der Staudenhof, mit einem Bürokomplex auf der einen Seite – in dem auch die [[Stadt- und Landesbibliothek]] eingerichtet wurde – und einer Wohnhauszeile auf der gegenüber liegenden Seite – ebenfalls in Plattenbauweise (WBS 70), aufwändig neu gestaltet.
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Staudenhof, 1977/78 n. Entw. v. W. Berg, H. Görl (Städtebau), H. Berndt (Freiflächen), Wandbrunnen v. Chr. Roehl, Keramikarbeit v. Jürgen von Woyski (*1929 - †2000).
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Vor der Existens des Staudenhofes verlief hier die [[Kaiserstraße (Innenstadt)|Kaiserstraße]], welche in der [[Nacht von Potsdam]] stark zerstört wurde.  
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Der Staudenhof ist die gärtnerisch und künstlerisch aufwendig gestaltete verkehrsberuhigte rad- und fussläufige Verbindung zwischen Alter Markt und Platz der Einheit. Als öffentliche Grünanlage ist der Staudenhof repräsentatives Glied einer städtebaulichen Grünzone vom Havelufer mit der Insel der Freundschaft bis zum Bassinplatz.
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Er ist zentrales Bindeglied des städtebaulichen Gesamtkonzeptes. Er fasst den Blick mit der integrierten Ersatzbau für die Nikolaikirche nach Süden auf das freigestellte Havelufer, nach Norden stellt er, mit dem zurückgesetzten Wohnhaus am Alten Markt 10/12 (Bj. 19971/72, Arch. H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; 7. gesch. Montagebau, mit vorgezogenen monolithischem Sockel mit Bezirks-Depot-Apotheke und Sparkesse) die Blickbeziehung vom Alten Markt zum Kirchturm der katholischen Kirche St. Peter und Paul frei. Das Wohnhaus am Alten Markt als östlich Begrenzung orientiert sich einerseits an der Nikoleikirche (entsp. der Vorgaben zur Neugestaltung des historischen Stadtzentrums unter Einbeziehung wertvoller hist. Altbausubstanz, 1952),  andererseits den Baufluchten der Bebauung am Platz der Einheit und den Baufluchten der Wohnbebauung Zentrum-Süd  (die sich ihrerseits an der Ausrichtung und an der planmäßigen, gitterförmigen barocken Stadterweiterung mit Höllandischem Viertel auf Befehl des Soldatenkönigs Friedlich Wilhelm I. orientiert.  Westlich wird der Staudenhof mit der Bebauung der Stadt- und Landesbibliotek Potsdam  (ehem. Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek, Heinrich-Rau-Allee 47; 1970/74 n. Entw. v. S. Weber, H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; Eingangshalle m. Wandbild v. K. H. Kühn „Weg des Spartakus“, 4 Obergeschosse m. Freihand-Lesesälen, Kinder- und Musikbibliothek, Magazine, z.Z. leergezogen, gepl. Umbau nach Entw. R. Becker) und der Fachhochschule Potsdam, Fachbereiche Sozialwesen (ehem. Institut für Lehrerbildung „Rosa Luxemburg“; n. Entw. v. S. Weber, W. Merz, D. Lietz, H. Gödicke; 3gesch. langgestreckter Montagebau mit 3 Innenhöfen, in den OG's verschiedenartige Unterrichtsräume, Hörsäle (120 u. 240 Pl.), Gymnastikhalle und Mensa; Erdgeschoss m. ehem. repräsentativen Verkaufsstellen u. Dienstleistungseinrichtungen; Eingangshalle m. Wandbild v. W. Wegener; z.Z. Übergangsquartier der Stadt- und Landesbibliotek Potsdam, Abriss gepl.)
  
 
== Quellen ==
 
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Version vom 20. Juni 2010, 21:10 Uhr

Blick auf den Staudenhof – vom Platz der Einheit aus, Anfang 2009

Der Staudenhof ist eine erhöhte, hofähnliche, Grünzone für Fußgänger. Er befindet sich in der Potsdamer Innenstadt, zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Straße Am Alten Markt sowie zwischen der Straße Am Kanal – nahe dem Platz der Einheit – und dem Alten Markt, quasi im Schatten der Nikolaikirche. Im Hof befinden sich unter anderem das „Internetcafé Staudenhof“, das „Studentenwerk Potsdam“ und die Fachhochschule.

Geschichte

Staudenhof, 1977/78 n. Entw. v. W. Berg, H. Görl (Städtebau), H. Berndt (Freiflächen), Wandbrunnen v. Chr. Roehl, Keramikarbeit v. Jürgen von Woyski (*1929 - †2000).

Vor der Existens des Staudenhofes verlief hier die Kaiserstraße, welche in der Nacht von Potsdam stark zerstört wurde.

Der Staudenhof ist die gärtnerisch und künstlerisch aufwendig gestaltete verkehrsberuhigte rad- und fussläufige Verbindung zwischen Alter Markt und Platz der Einheit. Als öffentliche Grünanlage ist der Staudenhof repräsentatives Glied einer städtebaulichen Grünzone vom Havelufer mit der Insel der Freundschaft bis zum Bassinplatz.

Er ist zentrales Bindeglied des städtebaulichen Gesamtkonzeptes. Er fasst den Blick mit der integrierten Ersatzbau für die Nikolaikirche nach Süden auf das freigestellte Havelufer, nach Norden stellt er, mit dem zurückgesetzten Wohnhaus am Alten Markt 10/12 (Bj. 19971/72, Arch. H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; 7. gesch. Montagebau, mit vorgezogenen monolithischem Sockel mit Bezirks-Depot-Apotheke und Sparkesse) die Blickbeziehung vom Alten Markt zum Kirchturm der katholischen Kirche St. Peter und Paul frei. Das Wohnhaus am Alten Markt als östlich Begrenzung orientiert sich einerseits an der Nikoleikirche (entsp. der Vorgaben zur Neugestaltung des historischen Stadtzentrums unter Einbeziehung wertvoller hist. Altbausubstanz, 1952), andererseits den Baufluchten der Bebauung am Platz der Einheit und den Baufluchten der Wohnbebauung Zentrum-Süd (die sich ihrerseits an der Ausrichtung und an der planmäßigen, gitterförmigen barocken Stadterweiterung mit Höllandischem Viertel auf Befehl des Soldatenkönigs Friedlich Wilhelm I. orientiert. Westlich wird der Staudenhof mit der Bebauung der Stadt- und Landesbibliotek Potsdam (ehem. Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek, Heinrich-Rau-Allee 47; 1970/74 n. Entw. v. S. Weber, H. Ebert, P. Mylo, F. Neuendorf; Eingangshalle m. Wandbild v. K. H. Kühn „Weg des Spartakus“, 4 Obergeschosse m. Freihand-Lesesälen, Kinder- und Musikbibliothek, Magazine, z.Z. leergezogen, gepl. Umbau nach Entw. R. Becker) und der Fachhochschule Potsdam, Fachbereiche Sozialwesen (ehem. Institut für Lehrerbildung „Rosa Luxemburg“; n. Entw. v. S. Weber, W. Merz, D. Lietz, H. Gödicke; 3gesch. langgestreckter Montagebau mit 3 Innenhöfen, in den OG's verschiedenartige Unterrichtsräume, Hörsäle (120 u. 240 Pl.), Gymnastikhalle und Mensa; Erdgeschoss m. ehem. repräsentativen Verkaufsstellen u. Dienstleistungseinrichtungen; Eingangshalle m. Wandbild v. W. Wegener; z.Z. Übergangsquartier der Stadt- und Landesbibliotek Potsdam, Abriss gepl.)

Quellen