Schloß Sanssouci

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Das Schloss Sanssouci liegt im östlichen Teil des Parks Sanssouci. In den Jahren 1745 bis 1747 ließ Friedrich der II. das Sommerschloss im Stil des Rokoko nach eigenen Skizzen errichten. Mit der Planung beauftragte er den Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Der Architekt riet Friedrich II. das Gebäude durch ein Sockelgeschoss zu erhöhen, zu unterkellern und bis nahe an den Rand der obersten Terrasse zu stellen, um dem Gebäude vom Parterre aus gesehen eine representativere Wirkung zu verleihen. Dieser Vorschlag fand bei Friedrich II. jedoch keine Zustimmung, denn er wollte kein representatives Gebäude, sondern ein Wohnschloss im Stiel des Rokokos, das nur seinen privaten Bedürfnisen entsprach. Er wollte eine enge Verbindung zwischen Wohnen und Natur. Das Haus ließ sich aber nur schlecht heizen und war fußkalt, da es nicht untekellert war. Am ersten Mai 1747 fand die Einweihung des Schlosses statt, obwohl noch nicht alle Räume fertig waren. Friedrich II. lebte in diesem Schloss in den Sommermonaten von Ende April bis Anfang Oktober. Das Gebäude war nur für den König und seine privaten Gäste erbaut. Nach seiner Trohnbesteigung trennte er sich räumlich von seiner Frau Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern, indem er ihr das Schloss Schönhausen bei Berlin zuwies. Sanssouci sollte "sans femmes", ohne Frauen, sein. Der preußische König komponierte, musizierte und philosophierte in dem Schloss. Zu seinen Lebzeiten ließ Friedrich der Große an der Außenfassade keine und in den Innenräumen nur mit Widerwillen Reparaturen vornehmen. Als er dann am 17. August 1786 im Schloss Sanssouci starb, wurde er neben seinen Lieblingshunden in der Gruft neben dem „Weinberghäuschen“, nach eigener Verfügung, begraben. Doch sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. befolgte diese Anweisungen nicht und ließ den Leichnam in der 1945 zerstörten Potsdamer Garnisonkirche neben dessen Vater, dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., beisetzen. Am 17. August 1991, seinem 205. Todestag, wurde der Sarkophag mit den sterblichen Überresten des Königs im Ehrenhof des Schlosses Sanssouci aufgebahrt, eskortiert von einer Ehrenwache der Bundeswehr. In der Nacht fand die Beisetzung in der von Friedrich dem Großen vorbestimmten Gruft auf der obersten Weinbergterrasse statt, die schon 1744 unter seiner Aufsicht angelegt wurde. «Quand je serai là, je serai sans souci.» (Wenn ich da sein werde, werde ich ohne Sorge sein) Friedrich II., 1744.