Schloß Charlottenhof

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Der Eingang vom Schloß, im Sommer 2006

Das Schloß Charlottenhof befindet sich, mit seinem Schloßpark, im Park Sanssouci, nahe den Römischen Bädern. Es wurde im 19. Jahrhundert zum Schloß ausgebaut und ist heute eine beliebte Sehenswürdigkeit.

Geschichte

Das Gartenportal vom Schloß, im Sommer 2006

Im 18. Jahrhundert befand sich an der Stelle des heutigen Schloß Charlottenhof ein barockes Gutshaus. Friedrich Wilhelm III. kaufte das Gutshaus und sein umliegendes Gelände im Jahr 1825 und schenkte es dem späteren Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. als Sommersitz. Dieser ließ es zwischen den Jahren 1826 und 1829 umbauen. Das Schloß und seine Inneneinrichtung wurden von Karl Friedrich Schinkel entworfen und Peter Joseph Lenné gestaltete passend dazu den Schloßpark. Schloß Charlottenhof und sein Park wurden durch diese Meister ihres Faches zu einem harmonischen Glanzstück des Park Sanssouci und werden deshalb auch preußische Arkadien genannt. Friedrich Wilhelm IV. beteiligte sich persönlich an den Entwürfen für seinen Sommersitz. Er nannte Schloß Charlottenhof „Siam“ – damals eine Metapher für das „Land der Freien“ und Friedrich Wilhelms Vision eines idyllischen Lebensideals.

Inneneinrichtung

Die Inneneinrichtung des Schlosses ist noch fast vollständig originalgetreu erhalten. Im Gegensatz zu Schloß Sanssouci und dem Neuen Palais orientiert sich das Innere nicht mehr am Rokoko, sondern ist im Stil des preußischen Klassizismus gehalten, welcher sich an römischen Villenbauten orientiert.

Die Innengestaltung Schinkels entspricht großbürgerlichem Stil. Auch die passenden Möbel entwarf Schinkel größtenteils selbst. Die farbliche Abstimmung der Räume war für Schinkel sehr wichtig. Jeder Raum bekam eine andere passende Farbgebung. Die Verteilung der verschiedenen Farbtöne im Gebäude harmoniert auch mit dem Grundriss. Für den nördlichen Flügel wurde eine kühlere, für den südlicheren Flügel eine wärmere Farbgebung ausgewählt.

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