Römerschanze

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oberer Teil des Walls, 2009
sogenanntes Walltor, 2009

Die Römerschanze, auch Königswall oder Räuberschanze genannt, ist eine urgeschichtliche Wallanlage, die zu den ältesten Wehranlagen in Europa gehört. Sie entstand vor etwa 3.000 Jahren in der Bronzezeit. Sie war etwa zwei Hektar groß und hatte eine Ausdehnung von 175 mal 125 Metern. Damit bot sie Platz für bis zu 1.000 Personen. Der umschließende Ringwall hatte einst eine Höhe von sechs Metern. Heute sind davon immerhin noch drei Meter Höhe zu sehen. Die Römerschanze gehört seit 1956 zu den Bodendenkmälern Potsdams.

Der Name Römerschanze ist irreführend, da die Wehranlage weder von Römern erbaut wurde, noch vor römischen Angriffen schützen sollte. Auch die anderen Bezeichnungen sind nicht haltbar.

Lage

Die Römerschanze befindet sich in der Nähe von Sacrow, einem Ortsteil von Potsdam, im heutigen Naturschutzgebiet „Sacrower See und Königswald“, östlich der Nedlitzer Nordbrücke und direkt am Ufer des Lehnitzsees. In einer Höhe von 19 Metern über dem Ufer war die Lage strategisch günstig.

Quellen

  • „Die Römerschanze bei Potsdam-Sacrow“ von D.-W. R. Buck, in: „Potsdam, Brandenburg und das Havelland. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland“ 37; Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1489-1.
  • „Ausgrabungen auf der Römerschanze am Lehnitz-See“ von Max Ebert, in: „Jahresbericht des Historischen Verein zu Brandenburg“ a. d. H. 41.
  • „Die Römerschanze bei Sacrow. Eindrucksvolle Wallanlage mit Besiedlungsspuren von 1000 v. Chr.“ von Sven Näther, in: „G.R.A.L.“ 3, 1996. Michael Haase Verlag.
  • Sacrow - Die versteckte Perle im Königswald – Webseite auf potsdam.de