Otto III. von Brandenburg

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Otto III. von Brandenburg mit Johann I. (rechts)

Otto III. von Brandenburg, genannt "der Fromme" (* 1215; † 9. Oktober 1267 in Brandenburg an der Havel) war Markgraf von Brandenburg (gemeinsam mit seinem Bruder Johann I. von Brandenburg) aus dem Hause Askanier.

Geschichte

Otto war ein Sohn Albrecht II. von Brandenburg und dessen Gemahlin Mathilde von Groitzsch. Nach dem Tod des Vaters sollte Otto und sein älterer Bruder Johann die Regentschaft über die Mark Brandenburg übernehmen. Da Beiden aber noch unmündig waren, wurde die Lehnsvormundschaft zunächst vom Erzbischof Albrecht von Magdeburg übernommen und ab 1221 von der Witwe Albrechts. Nach ihrem Tod im Jahr 1225 regierten die Brüder allein die Mark.

Die Politik der beiden Markgrafen bestand im weiteren Ausbau der Mark nach Osten. So konnten die letzten Teile des Teltow und des Barnims, die Uckermark, die Länder Stargard und Lebus gewonnen werden und es entstand ein erster Brückenkopf östlich der Oder, die spätere Neumark. Die Stellung der Mark Brandenburg innerhalb des Heiligen Römischen Reiches konnte gefestigt werden. Als Beleg dafür gilt Ottos Kandidatur auf den deutschen Königsthron im Jahr 1256. Außerdem gründeten sie verschiedene Städte (1257, Landsberg an der Warthe) oder gaben Orte wie Frankfurt/Oder das Stadtrecht. Als bevorzugten Residenz bauten sie die benachbarte Burg in Spandau aus.

Otto heiratete im Jahr 1243 die böhmische Prinzessin Beatrix (Božena). Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor.

Noch vor ihrem Tod teilten Otto und Johann die Mark in eine Johanneische und eine Ottonische Linie auf. Deshalb wurde die Stiftung des Zisterzienser Kloster Chorin im Jahr 1258 unter dem Namen Mariensee notwendig, da die traditionelle askanische Grablege, Kloster Lehnin, bei der Ottonischen Linie verblieb. Nach dem Aussterben der Ottonische Linie im Jahr 1317 kamen die geteilten Landesteile unter Johanns Enkel Waldemar wieder zusammen.

Otto III. starb am 9. Oktober 1267 in seiner Brandenburger Residenz. Da er eine Vorliebe für die Dominikaner hatte, ließ er sich in der Kirche des Strausberger Dominikanerklosters bestatten, das er im Jahr 1252 selbst gestiftet hatte.


Vorgänger Amt Nachfolger
Albrecht II. von Brandenburg 1220–1267 Johann II. von Brandenburg

Quellen