Neuer Markt

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Der nord-östliche Teil des Neuen Marktes, im Jahr 2006

Der Neue Markt befindet sich in der Innenstadt von Potsdam und ist einer der beiden historischen Stadtplätze. Er liegt 250 Meter westlich vom Alten Markt und ist etwas versteckt, da er völlig mit Häusern umbaut ist. Seine drei Zugänge, die Straße Am Neuen Markt, die Schwertfegerstraße und die Siefertstraße, sind sehr schmal und unscheinbar. Im Gegensatz zum Alten Markt ist der Neue Markt mit seiner Bebauung fast in seiner ursprünglichen Gestaltung aus dem 18. Jahrhundert erhalten geblieben.

Geschichte

Seit dem 10. Jahrhundert war der Alte Markt das Zentrum einer kleinen Siedlung (vergleiche Gründung der Stadt Potsdam). Zu diesem Zeitpunkt lag der Neue Markt außerhalb von Potsdam. Beide wurden durch einen Wassergraben von einander getrennt. Bei Ausgrabungen wurden Uferbefestigungen gefunden, die um das Jahr 1500 datiert wurden. Der Zugang zur Stadt erfolgte über ein Stadttor.

Ins Blickfeld rückte der Neue Markt erstmals zu Zeiten des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1640–1688). Damals entstand hier der erste Kutschstall, ein einfaches Gebäude. Die systematische Bebauung begann dann unter dem König Friedrich Wilhelm I. in den Jahren von 1715 bis 1720. Die heute den Platz umgebenden Häuser stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Auch die Ratswaage hat eine lange Tradition. In dem einstigen Wiegehäuschen befindet sich heute die Gaststätte zur Ratswaage. Die Bürgerhäuser werden von verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen wie dem Einstein-Forum oder dem Moses-Mendelssohn-Zentrum genutzt, das die europäisch-jüdische Geschichte erforscht. Im ehemaligen Kutschpferdestall hat das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte seinen Sitz.

Weitere Bilder

Weblinks

Quellen

  • „Potsdam im Zweiten Weltkrieg - Eine Chronik“; Kurt Baller, Marlies Reinholz; docupoint Verlag Magdeburg; 2010; ISBN 978-3-86912-021-8