Kutschpferdestall

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Der Kutschstall, Mitte 2008
Portal vom Kutschstall, Mitte 2008

Der ehemalige Kutschstall in der Innenstadt von Potsdam auf dem Neuen Markt entstand in seiner heutigen Form in den Jahren 1787 bis 1790. Hofbaumeister Andreas Ludwig Krüger (1743–1822) entwarf für den Stall der königlichen Kutschpferde eine repräsentative Fassade im Stile des Klassizismus. Der Stall bot Platz für 100 Pferde. Im niedrigen Obergeschoss wohnten die Stallburschen und Vorreiter. Remisen auf dem Hof nahmen die Kutschen auf. Nach 1918 wurde der Kutschstall von der berittenen Polizei genutzt, später waren hier und in den Nebengebäuden eine Tennishalle, Möbellager, Garage und Werkstätten. Ab 1940 war im Kutschstall der Obst- und Gemüsemarkt.

Im Jahr 1945 wurde das Stallgebäude durch Brand beschädigt, jedoch wieder hergestellt. In den Nachkriegsjahren gab es wiederum eine Autoreparaturwerkstatt. Dann übernahm der „Großhandelsbetrieb Obst, Gemüse und Speisekartoffeln“ den Kutschstall und nutzte ihn als Lager und für die Verwaltung.

Das Portral des Kutschstalles ist von einer Quadriga geschmückt. Flankiert wird sie von Figurengruppen, die Kutscher und Stallburschen bei ihrer Arbeit zeigen.

Kutschstall und Nebengebäude wurden 2003 saniert und werden heute durch das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte als Museum genutzt.