Klosterhof

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Der Klosterhof befindet sich im Park Glienicke, zwischen dem Casino und der Orangerie. Es diente als Ausstellungsort und Freilichtmuseum für die Sammlung mittelalterlicher Kunst, die Carl von Preußen erwarb. Dabei bildete das Bauwerk selbst einen Teil dieser Sammlung.

Geschichte

Eingang zum Klosterhof, 2005

Der Klosterhof wurde 1850 errichtet. Es konnte bisher nicht geklärt werden, ob den Bau Carl von Preußen entwarf und der Hofarchitekten Ferdinand von Arnim, ein Schüler Ludwig Persius', die Arbeiten ausführte oder ob Friedrich August Stüler einen Entwurf von Carls Vater, König Friedrich Wilhelm IV. ausführte. Prinz Carl ließ für den Bau vorwiegend originale Bauteile eines alten, nicht mehr benötigten Klosters bei Venedig verwenden. Die Kreuzgänge ließ er sorgsam abtragen und in Klein Glienicke neu aufbauen. Die kunsthistorischen Kostbarkeiten aus dem sechsten bis zwölften Jahrhundert des stillgelegten Klosters ließ er mit dem Schiff heran transportieren.

Die historische Sammlung Carls umfaßte antike Skulpturen, Inschriften, Mosaiken und Reliefs aus byzantinischen und romanischen Zeiten. Als Prunkstück der Sammlung kann der Sarkophag des italienischen Philosophen Pietro d’Albano (1250-1316) bezeichnet werden. Dieser stammt Mannshöhe aus der Kirche Sankt Antonio (Padua) und wurde in der Apsis des Klosterhofes untergebracht.

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde auch der Klosterhof schwer beschädigt. So schlug beispielsweise in den letzten Kriegstagen eine Panzergranate ein, die große Teile des Mauerwerks zerstörte. Teile der Sammlung werden beschädigt. Während dieser Zeit kommt es auch zu Plünderungen und Vandalismus. Einige wertvolle Sammlerstücke wurden entwendet oder ohne Not zerstört. Sie scheinen für immer verloren zu sein. Bei der Rekonstruktion in den Jahren 1957 bis 1967 wurden gewisse Teile durch Nachbildungen ersetzt, wie das zerstörte Madonnenmosaik.

Weitere Bilder

Quellen