Klausberg

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Belvedere auf dem Klausberg, 2006
Drachenhaus, 2008

Der Klausberg ist ein 58 Meter hohe Erhebung in Potsdam, nördlich der Maulbeerallee. Hier steht ein Aussichtsturm, das Belvedere, und südöstlich das Drachenhaus.

Geschichte

Der Klausberg wurde einst als Weinberg genutzt. Der Weinberg wurde 1769 durch den Grenadier Werle im Auftrage von Friedrich II. angelegt. Später ließ König Friedrich II. an seinen Hängen auch Obst, wie Aprikosen, Pfirsiche und Kirschen, unter besonders hergerichteten Gärten anbauen.

Rechts - in Richtung Drachenhaus - befinden sich die Lèpereschen Mauern, benannt nach dem französischen Obstzüchter Alexis Lèpere. Sie wurden 1862 angelegt. Die fächerförmig nach Süden ausgerichteten Mauern speichern die Wärme und schützen Wein und Spalierobst gegen den Wind.

Um 1900 wurden durch Kaiser Wilhelm II. als Auftraggeber zwei moderne Gewächshäuser mit den dazugehörigen Heizhäusern errichtet, die mit Kohlen befeuert wurden. Eines davon wurde nach 1945 von den sowjetischen Behörden als Reparationszahlung konfisziert.

Die Anlagen des Klausberges wurde 1999 rekonstruiert und wird durch die Berliner Mosaik-Werkstätten von Menschen mit Behinderungen bewirtschaftet. Eine Ausstellung im ehemaligen Heizhaus der Gewächshauswirtschaft informiert über die Geschichte der 2,5 ha großen Rebfläche.

Quellen

  • Die Mark online
  • Michael Bienert, Elke Linda Buchholz: Stille Winkel in Potsdam, Ella & Richter Verlag, S. 31