Kastanienallee

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Die Kastanienallee befindet sich in der Brandenburger Vorstadt von Potsdam. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung und verbindet die Geschwister-Scholl-Straße mit dem Ufer der Havel.

Geschichte

Auf einer Karte aus dem Jahr 1775 ist bereits der Vorläufer der heutigen Kastanienallee eingezeichnet. Dieser führte vom Havelufer direkt in Richtung Neues Palais. Von diesem ursprünglichem Weg ist als originale Streckenführung jedoch nur der südlichste Teil der Kastanienallee (zwischen Havel und Zeppelinstraße) sowie der nördliche Teil (westlicher Teil des Weges zwischen Schloss Charlottenhof und dem Neuen Palais im Park Sanssouci) erhalten geblieben. Mit dem Bau des Schlosses und dem dazugehörigen Parkbereich (zwischen 1826 und 1829) wurde der Weg durchtrennt. Den nördlichen Teil des Weges baute Peter Joseph Lenné in die Gestaltung seiner Parklandschaft mit ein.

Auf einer Umgebungskarte aus dem Jahr 1880 wird die Erschließung der Brandenburger Vorstadt westlich des Schafgrabens verdeutlicht. Neben einiger Bebauung sind auch schon die neuen Straßen eingearbeitet. Und hier ist die Kastanienallee mit ihrer heutigen Streckenführung erstmals veranschaulicht worden.

Nach der Bepflanzung des Straßenrandes erhielt die Kastanienallee im Jahr 1911 ihren Namen. Im Jahr 1967 wurde sie umbenannt in „Prof.-Ludschuweit-Allee“. Der Oberstleutnant der Sowjetischen Armee Jewgenij F. Ludschuweit (1899–1966) war nach der Befreiung Potsdams im Jahr 1945 verantwortlich für die Sicherung der Gebäude und Kunstschätze Sanssoucis vor Plünderung und Zerstörung und wurde dafür zum Ehrenbürger von Potsdam ernannt. Im Jahr 1992 erfolgte die Rückbenennung der Straße in Kastanienallee.

Weitere Details

Im Stadtteil Drewitz gab es bis zum Jahr 1945 auch eine Kastanienallee, die heute Waldhornweg heißt.

Quellen

  • Landschaftskarte von Potsdam aus dem Jahr 1775; Deutsche Fotothek
  • „Umgebung von Potsdam“; Meyers Konversations-Lexikon, 5. Auflage; Bibliographisches Institut in Leipzig; vermutlich 1880