Julius Mücke: Unterschied zwischen den Versionen

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Julius Mücke (eigentlich Friedrich Julius August Mücke) wurde am 16.05.1838 in der Lindenstraße (heute [[Rudolf-Breitscheid-Straße]]) geboren. Der Nachfahre einer der ersten schlesischen Weberfamilien von [[Nowawes]] besuchte nach der Volksschule eine höhere Bürgerschule in [[Potsdam]]. Nach der Lehre machte er seinen Mühlenmeister und arbeitete in den Mühlen seines Stiefonkels, die gegenüber seinem Wohnhaus [[Mühlenstraße]] 8 standen. Als sein Onkel die Mühlen an den König verkaufen mußte, wurde Mücke “Steuererheber” von Nowawes. 1870 wurde Julius Mücke von den Nowawesern zum 1. Vorsteher gewählt. Sein Wohnhaus in der Mühlenstraße 8 wurde nun zum Amtshaus.  
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Julius Mücke (eigentlich Friedrich Julius August Mücke) wurde am 16.05.1838 in der Lindenstraße (heute [[Rudolf-Breitscheid-Straße]]) geboren. Der Nachfahre einer der ersten schlesischen Weberfamilien von [[Nowawes]] besuchte nach der Volksschule eine höhere Bürgerschule in [[Potsdam]]. Nach der Lehre machte er seinen Mühlenmeister und arbeitete in den Mühlen seines Stiefonkels, die gegenüber seinem Wohnhaus [[Mühlenstraße]] 8 standen. Als sein Onkel die Mühlen an den König verkaufen mußte, wurde Mücke “Steuererheber” von Nowawes. 1870 wurde Julius Mücke von den Nowawesern zum 1. Vorsteher gewählt. Sein Wohnhaus in der Mühlenstraße 8 wurde nun zum Amtshaus.  
  
 
Mücke hatte stets ein offenes Ohr für die Probleme der Bewohner und strengte vernünftige Lösungen an. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des “Turn- und Sportverein Nowawes 1862 e. V.” und ließ 1875 eine Omnibuslinie nach [[Potsdam]] einrichten. Zu der Nachbargemeinde [[Neuendorf]] suchte Mücke stets ein partnerschaftliches Verhältnis. Bereits seit 1892 versuchte er beide Gemeinden zu vereinigen.  
 
Mücke hatte stets ein offenes Ohr für die Probleme der Bewohner und strengte vernünftige Lösungen an. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des “Turn- und Sportverein Nowawes 1862 e. V.” und ließ 1875 eine Omnibuslinie nach [[Potsdam]] einrichten. Zu der Nachbargemeinde [[Neuendorf]] suchte Mücke stets ein partnerschaftliches Verhältnis. Bereits seit 1892 versuchte er beide Gemeinden zu vereinigen.  
  
Am 07.11.1897 starb Julius Mücke an einer Lungenentzündung. Er wurde auf dem alten [[Friedhof Wichgrafstraße|Nowaweser Friedhof]] in der Mittelstraße (heute Wichgrafstraße) beigesetzt.
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Am 07.11.1897 starb Julius Mücke an einer Lungenentzündung. Er wurde auf dem alten [[Friedhof Wichgrafstraße|Nowaweser Friedhof]] in der Mittelstraße (heute [[Wichgrafstraße]]) beigesetzt.
  
 
Sein Nachfolger als Gemeinde- und Amtsvorsteher wurde Ernst Winkelmann (1859-1937).
 
Sein Nachfolger als Gemeinde- und Amtsvorsteher wurde Ernst Winkelmann (1859-1937).

Aktuelle Version vom 19. Oktober 2020, 13:18 Uhr

Julius Mücke um 1875
Das Wohn- und Amtshaus von J. Mücke; Frühjahr 2009

Julius Mücke (* 16.05.1838 in Nowawes; † 07.11.1897 in Nowawes) war Gemeindevorsteher von Nowawes und Amtsvorsteher.

Geschichte

Julius Mücke (eigentlich Friedrich Julius August Mücke) wurde am 16.05.1838 in der Lindenstraße (heute Rudolf-Breitscheid-Straße) geboren. Der Nachfahre einer der ersten schlesischen Weberfamilien von Nowawes besuchte nach der Volksschule eine höhere Bürgerschule in Potsdam. Nach der Lehre machte er seinen Mühlenmeister und arbeitete in den Mühlen seines Stiefonkels, die gegenüber seinem Wohnhaus Mühlenstraße 8 standen. Als sein Onkel die Mühlen an den König verkaufen mußte, wurde Mücke “Steuererheber” von Nowawes. 1870 wurde Julius Mücke von den Nowawesern zum 1. Vorsteher gewählt. Sein Wohnhaus in der Mühlenstraße 8 wurde nun zum Amtshaus.

Mücke hatte stets ein offenes Ohr für die Probleme der Bewohner und strengte vernünftige Lösungen an. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des “Turn- und Sportverein Nowawes 1862 e. V.” und ließ 1875 eine Omnibuslinie nach Potsdam einrichten. Zu der Nachbargemeinde Neuendorf suchte Mücke stets ein partnerschaftliches Verhältnis. Bereits seit 1892 versuchte er beide Gemeinden zu vereinigen.

Am 07.11.1897 starb Julius Mücke an einer Lungenentzündung. Er wurde auf dem alten Nowaweser Friedhof in der Mittelstraße (heute Wichgrafstraße) beigesetzt.

Sein Nachfolger als Gemeinde- und Amtsvorsteher wurde Ernst Winkelmann (1859-1937).

Quellen