Jägerhof in Klein Glienicke

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Der Jägerhof um 1830

Der Jägerhof in Klein Glienicke ist Bestandteil vom Park Glienicke im Osten von Potsdam. Innerhalb des Parks befindet sich der Jägerhof am nordwestlichen Ende. Von einem kleinen Hügel aus kann man zwischen den Bäumen über die Havel die Sacrower Heilandskirche sehen.

Geschichte

Prinz Carl von Preußen liebte, wie fast alle Hohenzollern, die Jagd. Dafür bevorzugte er die so genannten Stolper Berge, die östlich vom Park liegen. Für die Unterbringung seiner Jagduntensilien, den Pferden und den Hunden ließ Carl den Jägerhof errichten. Karl Friedrich Schinkel ließ ein Wohnhaus für das Personal errichten und ein weiteres für die Tiere. Beide Häuser sind im Stil der englischen Tudor-Gotik gehalten und mit einem Reet-Dach gedeckt. Da die Nachkommen Carls sich weder für seine Schlösser noch für den Park interessieren, verfallen die Gebäude und der Park verwildert.

Nach dem Zweiten Weltkriegs bleibt der Jägerhof zunächst Lazarett, was er schon während des Krieges war. Danach wurden die Gebäude für ein Erholungsheim umgebaut. Es wurden für körperbehinderte Kinder Aufenthalts- und Unterkunftsräume eingerichtet und ein großer Gymnastiksaal eingebaut. Ende der siebziger Jahre wurden begonnen alle baulichen Veränderungen zu beseitigen. Auch das Reetdach konnte wieder aufgesetzt werden.

Weitere Bilder

Quellen