Henning-von-Tresckow-Kaserne: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Henning-von-Tresckow-Kaserne''' befindet sich in [[Geltow]], in der Nähe vom [[Wildpark]]. Die Kaserne wurde vor dem Zweiten Weltkrieg als Bunkeranlage „Kurfürst" errichtet und ist heute der Sitz vom „Einsatzführungskommando der Bundeswehr“.
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Die '''Henning-von-Tresckow-Kaserne''' befindet sich in [[Geltow]] in der Nähe des [[Wildpark]]s. Die Kaserne wurde vor dem Zweiten Weltkrieg als Bunkeranlage „Kurfürst" errichtet und ist heute der Sitz des „Einsatzführungskommando der Bundeswehr“.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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Die Kaserne wurde im Jahr 1936 für die Wehrmacht als Bunkeranlage mit der Tarnbezeichnung „Kurfürst“ gebaut. Als Architekt der gesamten Anlage war [http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Sagebiel Ernst Sagebiel] verantwortlich. Gleichzeitig wurde unter dem östlich der Kaserne gelegenen ''Großen Entenfängerberg'' ein bombensicherer Führungsbunker errichtet, der 160 Personen Platz bot. Innerhalb der Kaserne entstanden sogenannte Winkel- und Kegelbunker für die einfachen Soldaten. Der Komplex wurde nach Fertigstellung als Luftkriegsschule genutzt, zusammen mit der „Luftkriegsschule III“ in [[Werder an der Havel|Werder]].
  
Die Kaserne wurde im Jahr 1936 für die Wehrmacht als Bunkeranlage mit der Tarnbezeichnung „Kurfürst“ gebaut. Als Architekt der gesamten Anlage war Ernst Sagebiel verantwortlich. Gleichzeitig wurde unter dem östlich der Kaserne gelegenen ''Großen Entenfängerberg'' ein bombensicherer Führungsbunker errichtet, der 160 Personen Platz bot. Innerhalb der Kaserne entstanden sogenannte Winkel- und Kegelbunker für die einfachen Soldaten. Der Komplex wurde nach Fertigstellung als Luftkriegsschule genutzt, zusammen mit der „Luftkriegsschule III“ in [[Werder an der Havel|Werder]].
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Von 1945 bis 1956 nutzte zuerst die Sowjetarmee die Kaserne als Schule. Die Bunkeranlagen wurden modernisiert und mit Kommunikationstechnik ausgerüstet. So gab es unter anderem eine direkte Telefonleitung nach Moskau. Ab dem Jahr 1956 richtete die ''Nationale Volksarmmee'' (NVA) in der nun als „Kaserne Wildpark“ bezeichneten Einrichtung eine Schule für ihre Luftverteidigung ein. Dazu wurden auch die Bunkeranlagen mit einbezogen. Später zog dann das ''Kommando der Landstreitkräfte'' hier ein.
  
Von 1945 bis 1956 nutzt zuerst die Sowjetarmee die Kaserne als Schule. Die Bunkeranlagen wurden modernisiert und mit Kommunikationstechnik ausgerüstet. So gab es unter anderem eine direkte Telefonleitung nach Moskau. Ab dem Jahr 1956 richtete die ''Nationale Volksarmmee'' (NVA) in der nun als „Kaserne Wildpark“ bezeichneten Einrichtung eine Schule für ihre Luftverteidigung ein. Dazu wurden auch die Bunkeranlagen mit einbezogen. Später zog dann das ''Kommando der Landstreitkräfte'' hier ein.
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Nach der [[Wende]] – am 16.&nbsp;April 1991 – übernahm das IV. Korps <ref>Das I.&nbsp;Korps war in Münster stationiert, das II.&nbsp;Korps in Ulm, das III.&nbsp;Korps in Koblenz und das Korps&nbsp;S-H in Kiel.</ref>, ein Großverband der Bundeswehr, die Kasernenanlage. Der Auftrag des IV. Korps war u. a. die Eingliederung der ehemaligen NVA-Verbände bzw. NVA-Soldaten in die Bundeswehr. Der Befehlshaber hatte, jeweils in ihren Verbänden und Einheiten, das Kommando über bis zu 45.000 Soldaten aller Dienstgradgruppen, zu denen anfangs etwa 6.400 Militärkraftfahrzeuge zählten.  
 
 
Nach der [[Wende]] – am 16.&nbsp;April 1991 – übernahm der Großverband vom ''Vierten Korps der Bundeswehr'' das komplette Gelände. Deren Aufgabe bestand in der Eingliederung der Truppen der ehemaligen NVA in die Bundeswehr. Dem Verband unterstanden bis zu 45.000 Soldaten und er hatte einen Fuhrpark von etwa 6.400 Fahrzeugen.
 
  
 
Am 15.&nbsp;Juli 1992 wurde die Kaserne nach [[Henning von Tresckow]] benannt, einem der führenden Köpfe des militärischen Widerstandes gegen Adolf Hitler.
 
Am 15.&nbsp;Juli 1992 wurde die Kaserne nach [[Henning von Tresckow]] benannt, einem der führenden Köpfe des militärischen Widerstandes gegen Adolf Hitler.
  
Am 31.&nbsp;März 2002 wurde das „IV. Korps“ der Bundeswehr außer Dienst gestellt.
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Mit der Einnahme einer neuer Struktur am 31.&nbsp;März 2002 wurde das IV. Korps offiziell außer Dienst gestellt.
  
 
Seit dem 1.&nbsp;Juli 2002 wird die Kaserne vom „Einsatzführungskommando der Bundeswehr“ genutzt. Von hier aus werden seit dem alle Auslandseinsätze der Bundeswehr leitet. Zudem wurde hier auch das ''Leitfamilienbetreuungszentrum der Bundeswehr'' untergebracht, dem bundesweit 31 hauptamtliche ''Familienbetreuungszentren'' und rund 50 weitere ''Familienstellen'' unterstehen.
 
Seit dem 1.&nbsp;Juli 2002 wird die Kaserne vom „Einsatzführungskommando der Bundeswehr“ genutzt. Von hier aus werden seit dem alle Auslandseinsätze der Bundeswehr leitet. Zudem wurde hier auch das ''Leitfamilienbetreuungszentrum der Bundeswehr'' untergebracht, dem bundesweit 31 hauptamtliche ''Familienbetreuungszentren'' und rund 50 weitere ''Familienstellen'' unterstehen.
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
 
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Einsatzführungskommando_der_Bundeswehr Einsatzführungskommando der Bundeswehr] – Artikel bei der ''Wikipedia''
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Einsatzführungskommando_der_Bundeswehr Einsatzführungskommando der Bundeswehr] – Artikel bei der ''Wikipedia''
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
 
* [http://www.blickpunkt-brandenburg.de/werder/nachrichten/?doc=12402 Ein Ort mit Geschichte] – Artikel beim ''Blickpunkt'', vom 20.&nbsp;August 2010; siehe auch gedruckte Ausgabe vom 21.08.2010, Seite&nbsp;5
 
* [http://www.blickpunkt-brandenburg.de/werder/nachrichten/?doc=12402 Ein Ort mit Geschichte] – Artikel beim ''Blickpunkt'', vom 20.&nbsp;August 2010; siehe auch gedruckte Ausgabe vom 21.08.2010, Seite&nbsp;5
  
 
[[Kategorie:Kasernen]]
 
[[Kategorie:Kasernen]]
 
[[Kategorie:Land Brandenburg]]
 
[[Kategorie:Land Brandenburg]]

Version vom 1. Dezember 2010, 00:42 Uhr

Der Haupteingang, im Sommer 2007

Die Henning-von-Tresckow-Kaserne befindet sich in Geltow in der Nähe des Wildparks. Die Kaserne wurde vor dem Zweiten Weltkrieg als Bunkeranlage „Kurfürst" errichtet und ist heute der Sitz des „Einsatzführungskommando der Bundeswehr“.

Geschichte

Die Kaserne wurde im Jahr 1936 für die Wehrmacht als Bunkeranlage mit der Tarnbezeichnung „Kurfürst“ gebaut. Als Architekt der gesamten Anlage war Ernst Sagebiel verantwortlich. Gleichzeitig wurde unter dem östlich der Kaserne gelegenen Großen Entenfängerberg ein bombensicherer Führungsbunker errichtet, der 160 Personen Platz bot. Innerhalb der Kaserne entstanden sogenannte Winkel- und Kegelbunker für die einfachen Soldaten. Der Komplex wurde nach Fertigstellung als Luftkriegsschule genutzt, zusammen mit der „Luftkriegsschule III“ in Werder.

Von 1945 bis 1956 nutzte zuerst die Sowjetarmee die Kaserne als Schule. Die Bunkeranlagen wurden modernisiert und mit Kommunikationstechnik ausgerüstet. So gab es unter anderem eine direkte Telefonleitung nach Moskau. Ab dem Jahr 1956 richtete die Nationale Volksarmmee (NVA) in der nun als „Kaserne Wildpark“ bezeichneten Einrichtung eine Schule für ihre Luftverteidigung ein. Dazu wurden auch die Bunkeranlagen mit einbezogen. Später zog dann das Kommando der Landstreitkräfte hier ein.

Nach der Wende – am 16. April 1991 – übernahm das IV. Korps <ref>Das I. Korps war in Münster stationiert, das II. Korps in Ulm, das III. Korps in Koblenz und das Korps S-H in Kiel.</ref>, ein Großverband der Bundeswehr, die Kasernenanlage. Der Auftrag des IV. Korps war u. a. die Eingliederung der ehemaligen NVA-Verbände bzw. NVA-Soldaten in die Bundeswehr. Der Befehlshaber hatte, jeweils in ihren Verbänden und Einheiten, das Kommando über bis zu 45.000 Soldaten aller Dienstgradgruppen, zu denen anfangs etwa 6.400 Militärkraftfahrzeuge zählten.

Am 15. Juli 1992 wurde die Kaserne nach Henning von Tresckow benannt, einem der führenden Köpfe des militärischen Widerstandes gegen Adolf Hitler.

Mit der Einnahme einer neuer Struktur am 31. März 2002 wurde das IV. Korps offiziell außer Dienst gestellt.

Seit dem 1. Juli 2002 wird die Kaserne vom „Einsatzführungskommando der Bundeswehr“ genutzt. Von hier aus werden seit dem alle Auslandseinsätze der Bundeswehr leitet. Zudem wurde hier auch das Leitfamilienbetreuungszentrum der Bundeswehr untergebracht, dem bundesweit 31 hauptamtliche Familienbetreuungszentren und rund 50 weitere Familienstellen unterstehen.

Weblinks

Quellen

  • Ein Ort mit Geschichte – Artikel beim Blickpunkt, vom 20. August 2010; siehe auch gedruckte Ausgabe vom 21.08.2010, Seite 5