Elisabeth Christine Ulrike von Braunschweig-Wolfenbüttel

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Elisabeth Christine Ulrike von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1765

Elisabeth Christine Ulrike Prinzessin von Braunschweig-Wolfenbüttel (* 9. November 1746 in Wolfenbüttel; † 18. Februar 1840 in Stettin) war als Ehefrau von Friedrich Wilhelm II. Kronprinzessin von Preußen.

Geschichte

Elisabeth Christine war die Tochter von Herzog Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel und Philippine Charlotte von Preußen, der jüngeren Schwester Friedrichs II. Auf Anordnung von König Friedrich heiratete Elisabeth den preußischen Thronfolger Friedrich Wilhelm II. am 14. Juli 1765 in Salzdahlum. Nach der Geburt einer Tochter zerbrach die Ehe. Wegen der Untreue des Kronprinzen suchte Elisabeth Trost bei jungen Offizieren der Potsdamer Garde namens Pietro. Eine Flucht des Paares - Elisabeth war inzwischen schwanger - scheitete an Verrat. Die Ehe wurde innerhalb von vier Tagen geschieden. Während Pietro verhaftet und in Magdeburg enthauptet worden sein soll, wurde Elisabeth im Stettiner Schloß interniert. Das Kind in ihrem Leib tötete sie durch Drogen.

Als Friedrich Wilhelm II. im Jahr 1786 König wurde, erhielt Elisabeth größere persönliche Freiheiten, blieb aber im Schloß gefangen. Nach der Besetzung Stettins durch die Franzosen im Jahr 1806 kaufte sie eine Mühle und ließ diese zu einem bescheidenen Sommerpalais ausbauen, dem sogenannten Landhaus Friedrichsgnade. Ihre Geschwister und ihre Tochter sah sie nie wieder.

Elisabeth Christine starb am 18. Februar 1840 in Stettin. Sie wurde in ihrem eigene Mausoleum im Schloßpark von Stettin bestattet. In der Nacht des 19. Juli 1849 wurde sie in die Schloßkirche zu Stettin umgebettet, da der Garten an einem Privat verkauft worden war.

Weblinks