Carl Heinrich Graun

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Carl Heinrich Graun

Carl Heinrich Graun (* 07.05.1704 in Wahrenbrück; † 08.08.1759 in Berlin) war ein deutscher Komponist und Sänger.

Geschichte

Carl Heinrich Graun wurde am 7. Mai 1704 in Wahrenbrück, bei Bad Liebenwerda, geboren. Sein Vater Grauns war Königlich-polnischer und Kurfürstlich-sächsischer Steuereintreiber (der Geburtsort Wahrenbrück gehörte damals zu Sachsen) und musisch sehr interessiert. Deshalb erhielten seine drei Söhne (Carl Heinrich war der Jüngste) Musikunterricht. Carl Heinrich studierte Gesang sowie Komposition und wurde an der Orgel, dem Klavier, dem Cello sowie an der Laute ausgebildet.

Im Jahr 1924 wurde Graun an den herzöglichen Hof Braunschweig-Lüneburg als Sänger angagiert. Hier komponierte er nebenbei Opern und stieg zum Vizekapellmeister am Opernhaus am Hagenmarkt auf. Bei einem Opernbesuch lernte Graun den Kronprinzen Friedrich II. kennen. Dieser beauftragte Graun eine Festoper anlässlich seiner Hochzeit mit der bevernschen Prinzessin Elisabeth Christine zu schreiben. Die Oper „Lo Specchio della Fedelta“ – Uraufführung war im Jahre 1733 in Salzdahlum – begeisterte den Kronprinzen so sehr, daß er Graun mit nach Rheinsberg nahm. Hier erteilte Graun dem Prinzen Unterricht in Komposition.

Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1740 und der Thronbesteigung Friedrichs wurde Graun Hofkapellmeister. Sein erster Auftrag war die Komposition einer Trauermusik für den „Soldatenkönig“. Für den Aufbau einer Hofoper wurde Graun nach Italien gesandt um geeignete Sänger und Sängerinnen zu gewinnen. Am 7. Dezember 1742 eröffnet die Königliche Oper Unter den Linden (später „Staatsoper“) mit Grauns Oper „Cesare e Cleopatra“.

Weil Carl Heinrich Graun den Musikgeschmack seines Publikums – vor allem den des Königs – traf, beherrschte der „Herr der Capelle“ das Opernwesen Berlins bis zu seinem frühen Tode, am 8. August 1759. Er komponierte 33 Opern, Kirchenmusiken, Kantaten und Sinfonien.

Weblinks