Albrecht III. von Brandenburg

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Albrecht Archilles
Albrecht Achilles und Gemahlin Anna von Sachsen

Albrecht Achilles von Brandenburg (* 9. November 1414 in Tangermünde; † 11. März 1486 in Frankfurt am Main) war als Albrecht I. Markgraf von Ansbach und Kulmbach sowie später als Albrecht III. der Kurfürst von Brandenburg aus dem Haus Hohenzollern.

Geschichte

Albrecht Achilles war der dritte Sohn von Friedrich I. und seiner Frau Elisabeth von Bayern-Landshut. Nach dem Tod seines Vaters und dem seines Bruders Johann der Alchimist erbte Albrecht das Fürstentum Ansbach und das Fürstentum Kulmbach. Als im Jahr 1470 sein ältester Bruder Friedrich II. von Brandenburg den Kurfürstentitel von Brandenburg aus gesundheitlichen Gründen ablegte, ging Titel und Land an Albrecht. Nun besaß Albrecht den gesamten Besitz des Hauses Hohenzollern. Albrecht Achilles war ein sehr guter Kriegsführer. Als Feldherr hat er viele Schlachten gewonnen, jedoch immer im Dienste anderer Fürsten. Außerdem war er ein hervorragender Diplomat. Das machte ihn zu einem der bedeutendensten Fürsten seiner Zeit. Als neuer Kurfürst von Brandenburg beendete er im Jahr 1472 den jahrelangen Krieg gegen Pommern erfolgreich. Dennoch hielt er sich selten in der Mark auf. Wie sein Vater ging es auch ihm um die Stärkung der Hausmark im Fränkischen und die Erweiterung des dortigen Territoriums. Die Geschäfte überließ er seinem Sohn Johann, den er bereits früh als Markgraf einsetzte.

Im Jahr 1445 heiratete Albrecht die Markgräfin Margarete von Baden. Gemeinsam hatten sie drei Töchter und einen Sohn. Doch Margarete starb bereits 1457. Im Jahr darauf ehelichte Albrecht die Prinzessin Anna von Sachsen. Aus dieser Ehe gingen 13 weitere Kinder hervor.

Albrecht Achilles verbriefte im Jahr 1473 das Hausgesetz der Hohenzollern, die Dispositio Achillea. Darin wurde u.a. festgelegt, daß die Kurmark Brandenburg nicht unter die Erben aufgeteilt werden darf, sondern nur der älteste Sohn des verstorbenen Kurfürsten das Land mit dem Titel erhält. Noch im gleichen Jahr übergab er die Regierungsgeschäfte in Brandenburg an Johann Cicero, seinen ältesten Sohn aus erster Ehe.

1486 nahm Albrecht Achilles trotz schwerer Krankheit am Reichstag zu Frankfurt am Main teil, auf welchem Maximilian I. zum König gewählt werden sollte. Unter den Belastungen des Reichstags starb Albrecht Achilles dort am 11. März 1486. Am 19. Juni 1486 wurde er in der Klosterkirche zu Heilsbronn beigesetzt.


Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich II. von Brandenburg 1440–1471 Johann von Brandenburg

Quellen

  • Albrecht Achilles – Artikel in der Wikipedia
  • „Die Hohenzollern und ihr Werk – Fünfhundert Jahre vaterländische Geschichte“; Autor: Otto Hintze, Verlag Paul Parey Berlin, 2. Auflage, 1915