Joachim I. von Brandenburg
Joachim I. von Brandenburg, genannt Nestor (* 21. Februar 1484 Cölln an der Spree; † 11. Juli 1535 in Stendal) war von 1499 bis 1535 Kurfürst von Brandenburg aus dem Haus der Hohenzollern.
Geschichte
Nach dem Tod seines Vaters Johann Cicero im Jahr 1499 wurde der damals erst Fünfzehnjährige Joachim brandenburgischer Kurfürst - gemeinsam mit seinem zehnjährigen Bruder Albrecht.
Eines seiner ersten Aufgaben war die Bekämpfung der Raubritter. Durch sein entschlossenes und rücksichtsloses Vorgehen – er ließ im Jahr 1506 siebzig Raubritter hängen, davon waren vierzig aus adligem Hause – stärkte er seine Macht enorm gegenüber dem brandenburgischen Adel. Im selben Jahr gründete er auch die erste brandenburgische Landesuniversität, die Alma Mater Viadrina in Frankfurt.
Joachim war streng katholisch und ein Gegner der Reformation und der Juden. Seine Frau, Elisabeth Prinzessin von Dänemark, Norwegen und Schweden floh als Luther-Anhängerin im Jahr 1528 vor ihren Mann nach Wittenberg. Und im Jahr 1503 befahl Joachim die Ausweisung der Juden aus der Kurmark.
Entgegen dem Hausgesetz der Hohenzollern, aufgestellt von Albrecht Achilles, vermachte Joachim seinem zweiten Sohn, Johann dem Weisen einen Teil der Neumark. Dieser wurde so Markgraf Brandenburg-Küstrin. Da Johann jedoch ohne männliche Nachkommen verstarb, erlosch dieser Zweig und die Markgrafschaft wieder. Das Gebiet wurde wieder mit der Kurmark Brandenburg vereint.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Johann von Brandenburg | 1499–1535 | Joachim II. von Brandenburg |
Quellen
- Joachim I. (Brandenburg) – Artikel in der Wikipedia