Mirbachwäldchen
Das Mirbachwäldchen, benannt nach dem Kaiserlichen Oberhofmeister Ernst Freiherr von Mirbach, bildet in der Nauener Vorstadt von Potsdam die Verbindung zwischen dem Belvedere auf dem Pfingstberg und dem Park Neuer Garten. Insofern gilt die gepflegte Grünanlage an der Leistikowstraße als Teil der Potsdamer Kulturlandschaft und wird als Erweiterungsfläche des Weltkulturerbes eingestuft. Da schaut man besonders sensibel auf Bausünden. Als sich im Jahre 1994 die Verbotene Stadt öffnete, staunte das Potsdamer Bauamt nicht schlecht, dass es in der Langhansstraße, ans Mirbachwäldchen angrenzend, einen Wohnblock gibt. Eine Baugenehmigung war dafür nicht erteilt worden. Sowjetisches Fachpersonal mauerte den Wohnblock in Eigenleistung. Landeskenner sehen das sofort, denn die unverputzten Kalksandsteine sind nicht im Verbund gemauert. Was hierzulande der Alptraum jedes Bauherren wäre, bewährt sich in Russland sogar bei Hochhäusern.
Das dachte auch der private Erwerber, renovierte den Block und machte Eigentumswohnungen daraus. Vergeblich hatten die Nachbarn auf einen Abriss gehofft. Insbesondere die Bewohner der denkmalgeschützten Siedlung Estorff & Winkler liefen gegen den Erhalt des russischen Schwarzbaus Sturm. Wie man sieht ohne Erfolg.
Quellen
Begründung: Quellen fehlen |