Hans-Otto-Theater

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Das Hans-Otto-Theater an der Havel, im Sommer 2006

Das Hans-Otto-Theater (kurz HOT) befindet sich in der Schiffbauergasse am Tiefen See, nahe der Humboldt-Brücke und gegenüber dem Park Babelsberg. Der moderne Theaterbau ist mit seinen palmenblattartigen Ebenen entfernt an das Opernhaus in Sydney angelehnt und seit seiner Eröffnung eines der Wahrzeichen von Potsdam.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das ehem. Hans-Otto-Theater in der Zimmerstraße, Ende 2008

Bis ins Jahr 1945 besaß Potsdam ein eigenes Stadttheater im ehemaligen Königlichen Schauspielhaus. Bevor das Hans-Otto-Theater seinen Namen erhielt, wurde für die Potsdamer provisorisch, in den Jahren 1948 bis 1949, im damaligen Schloßtheater gespielt.

Im Jahr 1949 eröffnete das Potsdamer Theater – ebenfalls nur provisorisch – eine Spielstätte in den Räumen des ehemaligen Gesellschaftshauses „Zum Alten Fritz“, in der Zimmerstraße. Dieses Theater – von der Straße aus gesehen ganz links – erhielt im Jahr 1952 den Namen des Berliner Schauspielers Hans Otto und wurde bis zum Jahr 1991 als Spielstätte genutzt.

Es gab zwar bereits im Jahr 1968 vom SED-Politbüro Pläne für einen Theater-Neubau auf dem Alten Markt, aber der erste Plan fiel im Jahr 1971 dem Wohnungsbauprogramm zum Opfer. Im Jahr 1984 wurde vom DDR-Ministerrat entschieden, dass bis zum Jahr 1993 hier der Neubau errichtet wird. Erst im Jahr 1989 wurde der Grundstein für das neue Theater gelegt und mit dem Bau begonnen. Den Rohbau ließen die Stadtverordneten im Jahr 1991 jedoch wieder abreißen, um den historischen Grundriss der Potsdamer Mitte für die Zukunft zu erhalten und den Weg für den Wiederaufbau des Stadtschlosses offen zu halten. Um jedoch eine provisorische Spielstätte für die Zeit bis zum Neubau der Spielstätte an der Schiffbauergasse zu haben, hat man 1992 ein provisorisches Theater aus Stahl und Blech in architektonisch praktischer Bauweise am Alten Markt errichtet. Dieses Theater erhielt von den Potsdamern unter anderem den Spitznamen „Blechbüchse“ und sollte ursprünglich nur für 5 Jahre als provisorische Spielstätte dienen. Letztendlich dauerte es 14 Jahre, da erst im Jahr 1999 die Entscheidung für den Standort eines neuen Theaters an der Schiffbauergasse fiel.

Im Jahr 2003 wurde der Grundstein in der Schiffbauergasse gelegt und im Jahr 2006 das neue Hans-Otto-Theater, mit Platz für 469 Zuschauer, eröffnet. Die neue Spielstätte am Kulturstandort Schiffbauergasse wurde von dem Kölner Architekten Gottfried Böhm projektiert, der sich in einem Wettbewerb gegen 13 Mitbewerber durchgesetzt hatte. Wegen des experimentellen Entwurfs und der ausladenden Betonschalen zur Havelseite hatte der Neubau schon in der Planungsphase seinen Spitznamen weg: Muschel. Übrigens ist in den Bau auch die Stahlhülle eines Gasometers einbezogen. Sie umgibt den Wirtschaftshof.

Für die Entwicklung der Schiffbauergasse zum wichtigsten Kulturstandort der Stadt Potsdam wurden etwa 100 Millionen Euro öffentliche Mittel ausgegeben, etwa die gleiche Summe sind private Investitionen. Der Theaterneubau ist dabei das größte Projekt. Auf dem weitläufigen Kasernengelände befinden sich auch noch das das Jugendtheater, eine Probebühne und der Fundus für des Hans-Otto-Theaters.

Weitere Bilder

Weblinks

Quellen