Hakendamm

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Der Hackendamm (mitte unten) auf einer Karte (Nachbildung) von 1683
Die Kaiser-Wilhelm-Straße, um 1925

Der Hakendamm befand sich in der ehemaligen Stadt Nowawes, heute der Potsdamer Stadtteil Babelsberg.

Geschichte

Der Hakendamm wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt, ist aber wesentlich älter. Er war die einzige Verbindung zwischen Neuendorf und Potsdam. Er führte durch die sumpfigen Nuthe-Niederungen und überbrückte fünf Arme der hier weit verzweigten Nuthe. Die Straße begann am später so genannten Lutherplatz und endete an der später angelegten Schlaatzstraße. Über den Hakendamm kam man – weitergehend über die Königstraße – direkt auf die Burg Potsdam zu.

Die Bezeichnung „Hakendamm“ wurde nicht von dem einst hier herrschendem Geschlecht derer „von Hake“ abgeleitet, sondern von dem einstigen Damm der hier auf Grund des sumpfigen Untergrundes einen Haken machen mußte. Der Hakendamm war einst in markgräflichem Besitz, kam aber im Jahr 1349 in privater Hand. Die Gebrüder Torgow erhoben einen Deichsel-Zoll für das Befahren des Dammes, so wie es seine Vorbesitzer bereits taten.

Die Wasserkraft der Nuthe ermöglichte es, hier mehrere Mühlen zu errichten. Zudem stand hier auch die Glashütte des Johann Kunckel.

Der Hakendamm wurde um 1925 in Kaiser-Wilhelm-Straße, um 1931 in Rathenaustraße (Reichsaußenminister Walther Rathenau {1867-1922}) und 1934 wieder in Hakendamm umbenannt. 1945 wurde die Straße letztendlich nach dem deutschen Philosophen in Friedrich-Engels-Straße benannt.

Quellen