Behlertgraben

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Die Behlertbrücke und die Gotische Bibliothek, im Jahr 1824

Der Behlertgraben, früher Weidendamm oder Alter Kanal genannt, wurde zwischen 1737 und 1739 angelegt. Er verband den Heiligen See, unweit der Gotischen Bibliothek, mit dem Bassin des im selben Zeitraum trockengelegten Bassinplatzes. Er begann an der Südspitze des Heiligen Sees, wo sich heute die Ecke Behlertstraße / Mangerstraße befindet. Der Ansatz des Grabens ist dort heute noch zu sehen. Der weitere Verlauf entspricht in etwa der Verkehrsführung folgender heutiger Straßen: das kleine Stück der Kurfürstenstraße, entlang der Hans-Thoma-Straße und abknicken in die Gutenbergstraße.

Der Behlertgraben war ein wichtiger Transportweg für Waren und Personen zwischen dem Tiefen See, dem Heiligen See und dem Jungfernsee. Außerdem diente er der besseren Wasserzirkulation. Besondere Bedeutung hatte er beim Transport des Baumaterials für das Holländische Viertel.

Als der Bassinplatz zugeschüttet wurde begann auch das Ende des Behlertgrabens. Zunächst wurde nur der Teil des Grabens beseitigt, der sich innerhalb der Stadtmauer befand. Der restliche Teil foglte dann im Jahr 1893.

Der Graben wurde nach dem Fährmann Martin Behlert benannt. Dieser war für den Fährbetrieb über den Graben verantwortlich - bis 1751 die Behlertbrücke gebaut wurde. Das Wohnhaus von Behlert befand sich in der heutigen Behlertstraße 32, dort wo später das Palais Lichtenau entstehen sollte.

Quellen

  • „Potsdam-Lexikon, Stadtgeschichte von A bis Z“; Verlag für Berlin-Brandenburg; 2010; ISBN 978-3-942476-03-4