Kiewitt
Die Halbinsel Kiewitt befindet sich in der Brandenburger Vorstadt von Potsdam an der Havel, süd-östlichlich von der Zeppelinstraße und südlich der Fernbahnstrecke zwischen Magdeburg und Potsdam.
Weitere Details
Zu früheren Zeiten befand sich hier an der Chaussee nach Brandenburg eine spärliche ländliche Bebauung, zwischenzeitlich auch die Potsdamer „Scharfrichterey“. Pläne, das Gebiet mit geschlossenen Wohnblöcken zu überbauen, gab es bereits in den 1920er Jahren. So war unter anderem eine dichtere und kompaktere Bebauung vorgesehen als sie heute in Form der Friedrichsstadt zu verzeichnen ist. Geplant war auch eine vierspurige Straßenbrücke zwischen Kiewitt und Hermannswerder. Dessen Pläne scheiterten aus Verfahrensgründen, aus Geldmangel und aufgrund der Schwierigkeiten des Baugrundes. Die spätere Zeit knüpfte an die Idee zur Bebauung des Gebietes an und verwirklichte mit dem Bau der Friedrichsstadt ihre eigenen Vorstellungen.
In den späten Nachkriegsjahrzehnten wurde die Kiewitt-Halbinsel noch weiter bebaut. Im Zuge des komplexen Wohnungsbaus entstanden freistehende Punkthochhäuser und elfgeschossige „Wohnscheiben“. Auf dem Kiewitt leben heute knapp 4.000 Menschen (Stand: Mai 2006). Auch wenn die in den 1920er Jahren geplante Brücke nach Hermannswerder genauso unverwirklicht blieb wie die im 18. Jahrhundert erwogene Alternativplanung für das Neue Palais, so ist der Kiewitt doch noch lange nicht abgeschnitten und verbindungslos. Im Viertelstundentakt und in gut verträglichen 3 Minuten überquert hier die einzige mit ViP- und VBB-Fahrkarte benutzbare Seilfähre von Potsdam, die Havel.
Weblinks
- Zwischen Kiewitt und Schafgraben – Seite bei Potsdam.de